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| Hersteller: VEB Kamera-Werke Niedersedlitz |
| Herstellungsjahr: 1954 |
| Kameratyp: Einäugige Spiegelreflexkamera |
| Format: 24 x 36 mm |
| Verschluss: Gummituch-Schlitzverschluss, horizontal ablaufend |
| Objektiv: Carl Zeiss Jena "Tessar" 2,8/50mm |
| Die Kamera-Werkstätten in Dresden wurden 1919 von Benno Thorsch
und Paul Guthe gegründet. Da beide jüdischer Abstammung waren,
mussten sie sich 1938 vor der Verfolgung durch die Nazis aus Deutschland
retten und verkauften die Firma an den amerikanischen Geschäftsmann
Charles A. Noble. Dieser erkannte die Zukunftsbedeutung der einäugigen
Spiegelreflexkamera und begann 1939 mit der Produktion der ersten Praktiflex.
Mit der sinnlosen Beschuldigung, den Bombenangriff am 13.Februar 1945 auf Dresden von ihrer Villa aus geleitet zu haben, wurden Charles A. Noble und dessen Sohn John Noble von den Sowjets verhaftet und viele Jahre lang in Stalins Arbeitslagern festgehalten. In den nunmehr volkseigenen Kamera-Werken Niedersedlitz wurde die Praktiflex mit erweitertem Verschlusszeitenbereich und dem Objektivgewinde M 42 x 1 zur Praktica FX weiterentwickelt, wobei die Buchstaben FX auf die internationale Synchronisation hinweisen. Die abgebildete Kamera mit nur einer Blitzbuchse für die X-Synchronisation wurde vom Juni bis zum September 1954 hergestellt. Sie hat noch keinen Rückschwenkspiegel und keine Innenauslösung für die Springblende. Verschlusszeiten: 1/2 Sek. bis 1/500 Sek. und "B".
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| Hersteller: Kamera-Werkstätten Niedersedlitz |
| Herstellungsjahr: 1949 - 1952 |
| Kameratyp: Einäugige Spiegelreflexkamera |
| Format: 24 x 36 mm |
| Verschluss: Gummituch-Schlitzverschluss, horizontal ablaufend |
| Objektiv: Carl Zeiss Jena "Tessar" 1:2,8 f=50mm |
| Dem Schachtsucher dieser Praktica ist ein Carl Zeiss Jena Umkehrprisma
aufgestülpt, welches ein etwas beschnittenes, aber seitengerechtes
Sucherbild zeigt. Die Kamera ist mit einer doppelpoligen Buchse für die X-Synchronisation ausgestattet. Da diese Praktica aber noch nicht die Bezeichnung FX trägt, muss die Synchronisation nachgerüstet worden sein. Die VEB Kamera-Werke boten ihren Kunden folgende Umbaumöglichkeiten der Praktica an: 1. Umbau des Lichtschachtes zur Austauschbarkeit mit einem Zeiss-Umkehrprisma 2. Einbau eines Selbstauslösers 3. Einbau doppelpoliger Blitzbuchsen Einen ähnlichen Praktica-Umbau bot die Firma Schadrack in Berlin an. Siehe untenstehende Annonce aus dem Messeheft der "Phototechnik und -Wirtschaft" von 1956:
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| Die Praktica FX2 kam 1956 auf den Markt. Als erste Spiegelreflexkamera
der Welt ist sie mit einer Innenauslösung für die Springblende
ausgestattet. Die Kamera hat eine je eine Blitzbuchse für die X- und
für die F-Synchronisation, und sie zeichnet sich durch einen neukonstruierten
Lichtschacht aus. Das Objektiv auf der abgebildeten Kamera ist ein "Primotar" 1:3,5/50mm von Meyer-Optik in Görlitz.
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| Hersteller: VEB Kamera-Werke Niedersedlitz |
| Herstellungsjahr: 1953 |
| Kameratyp: Einäugige Spiegelreflexkamera |
| Format: 24 x 36 mm |
| Verschluss: Gummituch-Schlitzverschluss, horizontal ablaufend |
| Objektiv: Carl Zeiss Jena "Tessar" 2,8/50 |
| Die Praktina, unter der Konstruktionsleitung von Siegfried Böhm
entwickelt, wurde der Öffentlich- keit auf der Photokina 1952 zum ersten Male vorgestellt. Mit ihr kam eine Systemkamera auf den Markt, die in mehrerer Hinsicht moderner als die gut an- schriebene Exakta Varex war. Die Praktina hat austauschbare Sucherelemente und Mattscheiben, sowie für ungünstige Lichtver- hältnisse einen Newton-Sucher. Alle Verschlusszeiten werden mittels einer einzigen Drehscheibe eingestellt, und beim Verschlussablauf bewegen sich keine Teile ausserhalb des Kamerakörpers. Ein solides Steckbajonett mit grossem Durchmesser kann eine grosse Palette an Wechselobjek- tiven aufnehmen. Das bemerkenswerteste Zubehör stellen ein Federmotor, ein Elektromotor und eine 17m-Filmkassette dar. Die abgebildete Praktina FX Nr.25610 zählt zu einer der ersten Produktionsserien von vor dem September 1953, denn sie hat nur eine Blitzbuchse für die X-Synchronisation und noch keine Innenauslösung für die Springblende. !960 wurde die Produktion der Praktina abrupt eingestellt. Es hiess, die Nachfrage nach teuren Systemkameras habe nachgelassen und ausserdem stelle die Lagerhaltung der nur für das Praktina-Bajonett geeigneten Objektive eine extra Belastung für die Händler dar.
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| Praktiflex |
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| Hersteller:
Kamera-Werkstätten
Niedersedlitz |
| Herstellungsjahr:
1946 |
| Kameratyp:
Einäugige
Spiegelreflexkamera |
| Format:
24 x 36 mm |
| Verschluss:
Gummituch-Schlitzverschluss,
horizontal ablaufend |
| Objektiv:
Ernst
Ludwig "Victar" 1:2,9 F=5cm |
| Die Praktiflex wurde zum ersten
Mal auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1939 vorgestellt. Nach der Kine
Exakta, die 1936 auf den Markt kam, war sie die zweite einäugige Kleinbild-Spiegelreflexkamera
aus Dresden. Sie war einfacher als die Kine Exakta, kostete aber auch nur
die Hälfte. Das besondere Merkmal der Praktiflex der ersten Generation ist der Rückschwingspiegel, dessen Bewegung direkt dem Druck auf den Auslöserknopf folgt. Konstrukteur der Kamera war Alois Hoheisel. Nach dem Krieg entwickelte Siegfried Böhm aus der Praktiflex die populäre Praktica mit dem international anerkannten M 42 Objektivanschluss. Die abgebildete Kamera trägt die Produktionsnummer 17037 und zählt zur letzten Version der Praktiflex mit Rückschwingspiegel und 40 mm Objektivgewinde.
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Patent Etui
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| Hersteller:
Kamera-Werkstätten, Dresden |
| Herstellungsjahr:
etwa 1930 |
| Kameratyp:
Laufboden-Klappkamera |
| Format:
6 x 9 cm |
| Verschluss:
Deckel "Compur" |
| Objektiv:
Carl Zeiss Jena "Tessar" 1:4,5
f=10,5cm |
Die Patent Etui bedeutete für
die 1919 gegründeten Kamera-Werkstätten einen vollen Erfolg und
damit eine Grundlage für Expansion und für die Entwicklung weiterer,
erfolgreicher Kameramodelle. Dank ihrer extrem flachen Ausführung erfreute
sich die Kamera besonderer Beliebtheit bei Bergsteigern und Wandervögeln.
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| Pilot Reflex |
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| Hersteller:
Kamera-Werkstätten, Dresden |
| Herstellungsjahr:
1931 |
| Kameratyp:
Zweiäugige Spiegelreflexkamera |
| Format:
3x 4 cm |
| Verschluss:
Deckel "Compur" |
| Objektiv:
Carl Zeiss Jena "Tessar" 1:3,5
f=5cm |
Die Pilot Reflex ist eine äusserst
kompakte Kamera mit Spreizensystem. Auf Knopfdruck springt die Standarte
hervor und der Sucherschacht geht auf. An der einen Seite der Kamera befindet
sich ein Hebel für den schnellen Filmtransport und ein Zählwerk.
Die entgegengesetzte Seite enthält einen aufklappbaren, optischen Sucher.
Die Einstellung der Schärfe erfolgt an dem runden Knopf mit Entfernungsskala.
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1919 - 1959 The birthplace of the Praktica |